Lothar Herbst Ihr Städtepartner für
Dinslaken, meine Stadt
Lothar Herbst by lothar-herbst.de since 1998 until today                 Sie sind Gast Nummer:                                                                              first edition: 11.11.2012 / last update: 01.08.2018

Stadtgeschichte

Folgen   Sie   mir   auf   den  geschichtlichen Spuren   von   Dinslaken Wissenswertes aus der Stadtgeschichte  Quelle: Autor nicht bekannt, siehe Wikipedia / Lizenzbestimmungen: creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de kleine Stadtgeschichte als pdf    Quelle: siehe Website Stadt Dinslaken    alle Informationen über Dinslaken erfahren Sie auch bei GenWiki

Mittelalter

Der   Name   Dinslaken   erklärt   sich   aus   den   bis   in   die   1950er   Jahre   im   Stadtgebiet   vorhandenen   Tümpeln,   Laken.   Im   12.   Jahr-hundert   wurde   Dinslaken in   einem   Grund-   und   Zinsbuch   des   Klosters   Werden   als   „Lake   juxta   instincfeld“   (Lake   bei   Hiesfeld)   erstmals   urkundlich   erwähnt.   Im   selben   Zeitraum wurde auch ein Kastell errichtet, welches 1420 zu einer Burg ausgebaut und in der Neuzeit als „Hexen“-Gefängnis genutzt wurde. Bereits   1273   verlieh   Graf   Dietrich   VII.   von   Kleve   der   Ortschaft   Stadt-rechte.   Dinslakener   Gewerbetreibende   konzentrierten   sich   in   dieser   Zeit   vor allem   auf   die   Produktion   und   den   Verkauf   von   Tuch   und   Leinen.   Am   21.   September   1412   stellte   Graf   Adolf   II.   von   Kleve   eine   Urkunde   aus,   in   der   er der Stadt Dinslaken ein „Wollenamt“ (eine Tuchmachergilde) bewilligte. Vor 1433 ent-stand der Schwesternkonvent Marienkamp. 1478   erhielt   Dinslaken   Marktrechte   und   trat   1540   der   Hanse   bei.   Während   des   Achtzigjährigen   Kriegs   wurde   die   Dinslakener   Burg   1627   durch nieder-ländische   Truppen   eingenommen   und   niedergebrannt,   jedoch   später   wiedererrichtet.   Erst   1770   wurde   der   Turm   der   Burg   durch   Blitzschlag schwer   beschädigt   und   die   Burg   zum   Sitz   des   Rentmeisters   umfunktioniert.   1709   erwähnte   eine   von   Wesel   ausgehenden   Botenpost   erstmals   die Bezeichnung   „Dinslaken“,   ab   1712   bestand   bereits   eine   regelmäßige   Post-wagenverbindung   von   Düsseldorf   über   Dinslaken   bis   Wesel.   1753   wurde die Stadt Sitz eines collegialischen Landgerichts im Herzogtum Kleve. 1784 zählte Dinslaken 870 Einwohner. 19. Jahrhundert  Als   Dinslaken   nach   den   Napoléonischen   Kriegen   1816   zurück   an   Preußen   fiel,   wurde   der   Kreis   Dinslaken   gegründet   und   1823   mit   dem   Landkreis Essen   zum   neu   entstandenen   Landkreis   Duisburg   zusammengefasst.   Erst   zum   1.   April   1909   existierte   wieder   ein   Landkreis   Dinslaken,   nachdem das   Gebiet   vom   8.   Dezember   1873   zum   Landkreis   Mülheim   an   der   Ruhr   und   vom   20.   April   1887   zum   Landkreis   Ruhrort   gehört   hatte.   Während   der Märzrevolution   1848   wurde   zur   Aufrechterhaltung   von   Ruhe   und   Ordnung   eine   Bürgergarde   gebildet;   am   4.   Mai   besuchte   Prinz   Wilhelm   von Preußen (später Kaiser Wilhelm I.) die Stadt. 1850   entstand   im   Zuge   der   Industrialisierung   eine   Leimfabrik,   später   auch   eine   Zündkerzenfabrik,   1873   eine   Eisengießerei.   Die   Dinslakener   Burg wurde   1853   von   der   Familie   de   Fries   erworben,   die   darin   Landwirtschaft   und   eine   Schnapsbrennerei   etablierte.   Die   wirtschaftliche   Bedeutung Dinslakens   lässt   sich   vor   allem   am   Ausbau   der   Infrastruktur   erahnen.   1855   hatte   Dinslaken   1752   Einwohner.   Am   1.   Juli   1856   wurde   nach   einer Bauzeit   von   nur   zwei   Jahren   der   Abschnitt   Oberhausen–Dinslaken   der   Hollandstrecke   durch   die   Cöln-Mindener   Eisenbahngesellschaft   in   Betrieb genommen    und    in    Folge    dessen    der    Postkutschen-verkehr    eingestellt.    Durch    den    Ausbruch    der    Cholera    1866/1867    verringerte    sich    die Bevölkerungszahl   vorübergehend.   1871   lebten   in   Dinslaken   2147   Menschen.   1883   wurde   das   St.-Vinzenz-Hospital   gegründet,   eine   Feuerwache folgte 1890 ebenso wie die Ortsgruppe der SPD. Im selben Jahr bildete sich die Kolpingsfamilie als Gesellen- und Arbeiterverein. Über   das   Jahr   1884   wurden   erstmals   mehr   als   10.000   Tiere   auf   dem   Dinslakener   Viehmarkt   dargeboten,   der   schon   in   den   Jahren   zuvor   für wirtschaftlichen    Aufschwung    gesorgt    und    Dinslaken    zu    einem    Zentrum    am    Niederrhein    gemacht    hatte.    1896    wurde    ein    neues    Amtsgericht fertiggestellt,   welches   später   auch   als   Rathaus   genutzt   werden   sollte.   Im   selben   Jahr   begründeten   August   und   Josef   Thyssen   in   Dinslaken   eine   oHG; im Jahr 1897 begann der Bau des Walzwerks „Deutscher Kaiser“. 1900–1929 1900   beschloss   der   Dinslakener   Stadtrat   den   Bau   eines   Wasser–   und   eines   Gaswerks   sowie   die   Rückerwerbung   der   Dinslakener   Burg,   während   die erste   Straßenbahn   Dinslakens   den   Betrieb   aufnahm.   Drei   Jahre   später   wurden   die   ersten   Straßenlaternen   aufgestellt;   1906   begann   die   bis   1912 andauernde   Errichtung   der   Zeche   „Lohberg“,   wo   erstmals   1909   Kohle   gefördert   werden   konnte.   Zum   1.   April   1909   wurde   erneut   ein   Landkreis Dinslaken    eingerichtet.    Im    selben    Jahr    wurde    die    ehemalige    Burganlage    zum    Kreishaus    umgestaltet;    bevor    jedoch    die    ersten    Arbeiten aufgenommen   werden   konnten,   wurden   Teile   der   Anlage   bei   einem   Brand   zerstört.   Der   Viehmarkt   gewann   indes   noch   weiter   an   Bedeutung,   so dass   im   selben   Jahr   33.500   Tiere   angeboten   wurden.   Bereits   seit   1908   berichtete   der   „Dinslakener   Generalanzeiger“   als   erste   Tageszeitung Dinslakens, 1910 wurde eine Volksbücherei eingerichtet. 1913   zählte   Dinslaken   erstmals   mehr   als   10.000   Bürgerinnen   und   Bürger.   Im   folgenden   Jahr   förderte   die   Zeche   Lohberg   27.000   Tonnen   Kohle.   Eine Straßenbahnlinie   vom   Bahnhof   nach   Lohberg   ging   in   Betrieb   (1914).   Während   des   Ersten   Weltkrieges   wurde   die   1914   erbaute   Viehhalle   zum Kriegsgefangenenlager   umfunktioniert   und   1916   ein   neuer   Bahnhof   in   Betrieb   genommen.   1917   verlieh   der   Stadtrat   sowohl   August   Thyssen   als auch    Paul    von    Hindenburg    die    Ehrenbürgerschaft.    Im    selben    Jahr    wurde    die    bis    dahin    selbstständige    Gemeinde    Hiesfeld    nach    Dinslaken eingemeindet. Zum   Ende   des   Krieges   trat   1918   ein   Arbeiter-   und   Soldatenrat   zusammen,   der   Stadtrat   beschloss   die   Bildung   einer   Schutzwehr.   Bei   den   Wahlen zur   Nationalversammlung   kam   es   1919   insbesondere   durch   Konflikte   mit   kommunistischen   Gruppen   zu   Unru-hen   in   Dinslaken,   die   mit   der Erschießung   eines   Arbeiters   in   Lohberg   ihren   tragischen   Höhepunkt   fanden.   Im   folgenden   Jahr   besetzten   aufständische   Arbeiter   und   Soldaten unter dem Namen „Rote Armee“ die Stadt; der Betriebsdirektor der Zeche Lohberg fiel im selben Jahr einem Mordanschlag zum Opfer. Als   das   Ruhrgebiet   am   11.   Januar   1923   wegen   rückständiger   Reparationszahlungen   nach   dem   Versailler   Vertrag   von   Frankreich   und   Belgien   besetzt wurde,     marschierten     belgische     Truppen     auch     in     Dinslaken     ein.     Die     Stadt,     wirtschaftlich     durch     die     aufkom-mende     Inflation     und Massenarbeitslosigkeit   geschwächt,   begann   im   selben   Jahr   eigenes   Geld   zu   drucken,   kurz   darauf   wurde   jedoch   auch   in   Dinslaken   die   Rentenmark eingeführt.   Die   allgemeinen   Unruhen,   insbesondere   in   Lohberg,   setzten   sich   jedoch   fort,   es   kam   zu   politischen   Morden,   der   Betrieb   der   Zeche Lohberg kam zum Erliegen. 1924   räumten   die   belgischen   Besatzer   Dinslaken   und   die   Kohleförderung   in   Lohberg   wurde   erneut   aufgenommen.   Noch   im   selben   Jahr   besuchte Konrad   Adenauer   die   Stadt,   die   sich   langsam   von   den   Wirrungen   der   Vorjahre   erholte.   1926   gingen   die   August-Thyssen-Hütte   und   das   Walzwerk Dinslaken   in   der   neu   gegründeten   „Vereinigte   Stahlwerke   AG“   auf.   Zwei   Jahre   darauf   entstand   die   Baugenossenschaft   „Hausbau   GmbH“.   1930 wurde eine weitere Straßenbahnlinie der Kreis Ruhrorter Straßenbahn AG nach Hiesfeld eingerichtet. Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg  1930    entstand    eine    Ortsgruppe    der    NSDAP,    kurze    Zeit    später    organisierte    sich    die    Hitlerjugend.    Als    Gegenbewegung    entstand    1931    mit Unterstützung   der   KPD   der   „Kampfbund   gegen   den   Faschismus“.   1933   trat   der   Stadtrat   schließlich   unter   Ausschluss   der   Fraktionsangehörigen   von KPD   und   SPD   zusammen.   Daraufhin   begann   die   systematische   Diskriminierung   jüdischer   Mitbür-ger,   so   wurde   die   jüdische   Bevölkerung   1935 offiziell von den Viehmärkten ausgeschlossen. 1938   wurden   die   Synagoge   und   das   jüdische   Waisenhaus   zerstört,   ebenso   Geschäfte   und   Wohnhäuser   jüdischer   Bürger.   Die   jüdische   Schule wurde   geschlos-sen.   Der   Verbleib   und   das   Schicksal   der   35   Dinslakener   Waisenkinder,   die   am   Morgen   des   10.   November   1938,   einen   Tag   nach   der Reichspogromnacht,   vor   den   Augen   zahlreich   versammelter   Dinslakener   Bürger   gemeinsam   mit   einem   ihrer   Lehrer   und   Erzieher   aus   der   Stadt   mit einem   Leiterwagen,   den   die   ältesten   der   Kinder   schieben   mussten,   ver-trieben   wurden,   ist   bis   heute   größtenteils   ungeklärt.   Ihr   Leidensweg   führte über   Köln,   Holland   und   Belgien.   Man   nimmt   an,   dass   nur   wenige   der   Kinder   die   Vertreibung   überlebt   haben.   Jüdische   Männer   im   Alter   unter   60 Jahren    –    viele    von    ihnen    hochdeko-rierte    Soldaten    des    Ersten    Weltkrieges    –    wurden    von    Dinslaken    aus    nach    Sachsenhausen    und    Dachau deportiert. Das   Waisenhausgebäude   wurde   in   den   nachfolgenden   Jahren   durch   die   NSDAP   genutzt   –   heute   erinnert   an   dieser   Stelle   ein   Gedenkstein   an   die damaligen   Ereignisse.   An   den   so   genannten   Judenzug,   den   Zug   der   Kinder,   erinnert   zudem   eine   Skulptur   des   Dinslakener   Künstlers   Alfred   Grimm   in der    Nähe    des    Dinslakener    Rathauses.    Von    den    ehemals    etwa    250    jüdischen    Mitbür-gern    lebte    1942    niemand    mehr    in    der    Stadt.    Zum Kriegsausbruch   1939   gab   es   in   Dinslaken   rund   7480   Wohnungen.   Während   des   Zweiten   Weltkrieges   wurden   Teile   der   Kirchhellener   Heide   zur Anlage   eines   Feldflughafens   enteignet;   bereits   1940   wurde   Dinslaken   daraufhin   Ziel   alliierter   Bombenangriffe.   1944   gehörten   diese   beinahe   zum Alltag   und   fanden   im   Juni   ihren   vorläufigen   Höhepunkt,   als   130   Sprengbomben   auf   die   Stadt   fielen.   Am   23.   März   1945   begannen   alliierte Bomberstaffeln schließlich Dinslaken „sturmreif“ zu schießen. 511   Menschen,   darunter   auch   40   Zwangsarbeiter   (Quelle:   Stadtarchiv,   22.   März   2005)   kamen   dabei   ums   Leben.   Insgesamt   kamen   in   Dinslaken während   des   Zweiten   Weltkrieges   739   Zivilisten   und   165   Zwangsarbeiter   ums   Leben.   Dinslaken   wurde   zu   mehr   als   80   Prozent   zerstört.   Am   Morgen des   24.   März   1945   rückten   USamerikanische   Truppen   im   Rahmen   der   Operation   Plunder   über   den   Rhein   nach   Dinslaken   vor   und   konnten   es schließlich   einnehmen.   Bereits   im   April   wurde   im   besetzten   Dinslaken   die   Förderung   der   Zeche   Lohberg   wieder   aufgenommen.   Im   Mai   zogen   die US-amerikanischen    Truppen    ab.    Dinslaken    wurde    Teil    der    britischen    Besatzungszone.    Gleichzeitig    suchten    erste    Flüchtlinge    aus    den    von sowjetischen Truppen besetzten Ostgebieten eine neue Heimat in Dinslaken. Nachkriegsgeschichte  1946   ernannte   die   Militärregierung   den   neuen   Kreistag.   Zum   1.   April   trat   nach   britischem   Vorbild   eine   neue   Gemeindeordnung   in   Kraft,   Mitte   des Monats   fanden   die   ersten   freien   und   geheimen   Kreistagswahlen   statt.   Landrat   wurde   Arnold   Verhoeven.   Im   September   konnten   die   Bürger Dinslakens   erstmals   einen   neuen   Stadtrat   wählen.   Im   Oktober   wurde   Wilhelm   Lantermann   zum   Bürgermeister   gewählt.   In   Trägerschaft   des   Kreises Dinslaken wurde zudem eine Volkshochschule gegründet. 1947   wurde   das   Bandeisenwalzwerk,   ehemals   das   modernste   und   leistungsfähigste   Europas,   demontiert,   1948   die   Müllabfuhr   modernisiert   und die   letzten   Pferdefuhrwerke   des   städtischen   Fuhrparks   endgültig   durch   LKW   ersetzt.   Im   selben   Jahr   wurde   die   Emscher   in   ein   neues   Flussbett   am südwestlichen   Stadtrand   umgeleitet.   Zeitgleich   begann   der   Austausch   der   bisherigen   Gas-Straßenlaternen   durch   elektrische   Laternen,   während der   Wiederaufbau   der   Stadt   nach   den   Zerstörungen   des   Kriegsvoran-getrieben   wurde.1950   zählte   Dinslaken   32.651   Einwohner   als   Ergebnis   einer Volks-,   Berufs-,   Wohnungs-   und   Arbeitsstättenzählung.   Der   Groß-viehmarkt,   vor   wenigen   Jahrzehnten   noch   wirtschaftliches   Standbein   der   Stadt, wurde   im   selben   Jahr   aus   Rentabilitäts-gründen   eingestellt.   1954   wurde   mit   der   Trabrennbahn   am   Bärenkamp   die   heute   einzige   Halbmeilenbahn Deutschlands eröffnet und 1959 Heinrich Lübke als Bundestagsabgeordneter des Kreises Dinslaken zum Bundespräsidenten gewählt. Nachdem   schon   1955   Banater   Schwaben   und   Kroatiendeutsche   im   Ortsteil   Hiesfeld   angesiedelt   worden   waren,   wurden   1960   vor   allem   italienische Gastarbeiter   für   den   Bergbau   und   die   Industrie   umworben,   später   auch   Griechen,   Koreaner   und   Türken.   1961   betrug   die   Einwohnerzahl   noch 45.486,   1969   bereits   55.300.   Ab   1971   sorgten   Aussiedler   aus   Polen   für   weiteren   Bevöl-kerungszuwachs.   1973   starb   Wilhelm   Lantermann   nach   26 Jahren Amtszeit als Bürgermeister, sein Nachfolger wurde Karl Heinz Klingen. Im selben Jahr feierte Dinslaken sein 700jähriges Stadtjubiläum. 1975   wird   der   Kreis   Dinslaken   im   Zuge   des   2.   Neugliederungsprogramms   mit   Teilen   der   Kreise   Moers   und   Rees   zum   neuen   Kreis   Wesel   vereinigt. Dabei   verliert   Dinslaken   den   Sitz   des   Kreises.   1978   überschreitet   Dinslaken   die   60.000   Einwohner-Marke.   Zum   Gedenken   an   die   einstige   jüdische Gemeinde   Dinslakens   und   die   geflohenen   oder   deportierten   jüdischen   Mitbürger   wurden   1981   Gedenkplatten   aufgestellt,   die   an   das   ehemalige Waisenhaus   und   an   die   zerstörte   Synagoge   erinnern.   Seit   1993   soll   zudem   ein   Mahnmal   des   Hünxer   Künstlers   Alfred   Grimm   an   die   ehemals bestehende   jüdische   Gemeinde   erinnern.   Mehr   als   30   jüdische   Gäste   aus   aller   Welt,   überwiegend   ehemalige   Dinslakener   Bürger,   wurden   zur Enthüllung des Mahnmals durch die Stadt zu einem einwöchigen Besuch eingeladen. 1991   kam   Dinslaken   überregional   in   die   Schlagzeilen.   Im   Mai   versickerten   rund   270.000   Liter   Benzin   aus   einer   gebrochenen   Pipeline   an   der Bundesautobahn   3   ins   Erdreich.   In   Hiesfeld   wurde   kurz   darauf   vermutlich   aufgrund   des   Bergbaus   eine   Gasleitung   beschädigt,   das   Leck   jedoch rechtzeitig   entdeckt   und   versiegelt.   Bergarbeiter   der   Zeche   Lohberg   traten   aus   Protest   gegen   die   Kohlepolitik   der   Bundesregierung   1000   Meter unter   Tage   in   einen   Hungerstreik,   der   bald   auch   in   weiteren   Zechen   der   Region   ausgerufen   wurde.   Im   Jahr   1996   brannten   über   100   Tage Mahnfeuer,   da   die   Kumpel   der   Zeche   Lohberg-Osterfeld   ihre   Arbeitsplätze   durch   die   restriktive   Kohlepolitik   gefährdet   sahen.   1997   überschritt Dinslaken die Marke von 70.000 Einwohnern. Ende des Jahres 2005 wurde die Zeche Lohberg-Osterfeld geschlossen. Mit   der   Reihe   „Local   Heroes“   machte   Dinslaken   als   erste   Teilnehmerkommune   des   Kulturhauptstadtjahres   im   Januar   2010   den   Programmauftakt zur europäischen Kulturhauptstadt Ruhr 2010. zurück an Start  
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Ortschaften von Dinslaken

Averbruch Eppinghoven Feldmark Blumenviertel Hagenviertel Grafschaft Hiesfeld Innenstadt Lohberg Oberlohberg Städtepartnerschaften  mit Agen / Frankreich Arad / Israel Dinslaken in Zahlen Fläche: 47,67 qkm Koordinaten: 51° 33' N / 6° 44' E Höchster Punkt über NN: 113 m Tiefster Punkt über NN: 20,5 m Gesamtbevölkerung: 67880  (März  2015) Postleitzahl: 46535, 46537, 46539 Vorwahl: 02064 Wetter Dinslaken  10-Tages Vorschau Regenradar und Gewitter